Presse - Konzertgemeinde Mosbach e.V.

Pressestimmen

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Mit einem Wort: Elektrisierend!

Voller Elan und echter Spielfreude musizierten die Heidelberger Sinfoniker im Rahmen der Reihe „Mosbacher Klassische Konzerte“ in der Alten Mälzerei. Foto: Pia GeimerDie Heidelberger Sinfoniker und ihr neuer Chefdirigent Johannes Klumpp sind ein Phänomen

Wenn es im Publikum und auf der Bühne gleichermaßen knistert und funkelt, dann gehört ein Konzert sicher zu den ganz besonderen Gelegenheiten, die man auch als fleißiger Konzertbesucher nicht wirklich oft erleben darf. Beim Gastspiel der Heidelberger Sinfoniker in Mosbach war dieses Knistern mehr als deutlich zu spüren. Das lag definitiv nicht nur an der langen konzertlosen Zeit, die die Zuhörer hungrig auf Musik und besonders empfänglich dafür machte. Denn was diese 18 Musiker mit ihrem neuen Chefdirigenten Johannes Klumpp da auf die Bühne der Alten Mälzerei zauberten, ist tatsächlich phänomenal: So geschlossen, so vollkommen transparent, dabei aber ohne eine Spur von seelenloser Perfektion, sondern voller Elan und echter Spielfreude wurde da musiziert, dass es eine wirkliche Freude war, dem Orchester dabei zu folgen.

Von Mosbach aus ging es auf musikalische Reise

Musik mag alle Grenzen überwinden: Dies dokumentierten Johann und Julius Schepansky (Akkordeon) mit ihren Auftritten in der Alten Caspar Wedell (Cello) Mälzerei. Wunderschöner Saisonstart bei den Klassischen Konzerten: Johann Caspar Wedell und Julius Schepansky zelebrierten „Un voyage français“

Wenn man schon nicht nach Frankreich reisen darf und auch französische Künstler nicht nach Deutschland – wie das zum Saisonauftakt der Mosbacher Klassischen Konzerte erwartete Ensemble „Les inattendus“ –, so vermag doch die Musik alle Grenzen zu überwinden. Nachdem das französische Duo, bestehend aus der Gambistin Marianne Muller und dem Akkordeonisten Vincent Lhermet, kurzfristig nicht hatte anreisen können, war es Gastgeber Christof Roos von der Konzertgemeinde gelungen, zwei junge Musiker aus Deutschland für das erste Konzert der neuen Saison 2020/21 zu gewinnen: Julius Schepansky (Akkordeon) und Johann Caspar Wedell (Violoncello) haben sich mit ihrem Können bereits in die „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler(innen)“ gespielt und sorgten in der Alten Mälzerei für einen grandiosen Auftakt, der die Zuhörer begeisterte und einen kleinen musikalischen Gruß über den Rhein schickte.

Mit Verve und Sensitivität musiziert

Das junge Ensemble AMBRA begeisterte bei den Klassischen Konzerten in der Mälzerei

Das junge Ensemble AMBRA begeisterte bei den Klassischen Konzerten in der Mälzerei

„Achtung, das Programm kann Spuren von Blech enthalten“, hieß es in der Begrüßungsrede von Gastgeber Christof Roos, der als Veranstalter im Namen der Konzertgemeinde zum letzten Konzert der Saison 2019/20 am Dienstagabend ein erfreulich großes Publikum in der Alten Mälzerei begrüßen konnte. Ungewöhnlich bei einem Kammermusikabend, der meist nicht ganz so viele Zuhörer ins Konzert lockt wie die Orchesterkonzerte, waren das Parkett komplett ausverkauft. Zu Gast war das international besetzte Ensemble AMBRA mit der gerade mal 20jährigen Violinistin Anne Maria Wehrmeyer, dem Klarinettisten Žilvinas Brazauskas und dem Pianisten Asen Tanchev, die 2018 in der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler des Deutschen Musikrats aufgenommen wurden. Die Spuren von Blech waren nicht sofort zu entdecken, der Bezug erschloss sich erst nach einem genaueren Blick ins Programm, denn das junge Ensemble hatte das Trio op. 40 von Johannes Brahms, das eigentlich für Violine, Klavier und Horn komponiert wurde, für seine Besetzung mit Klarinette arrangiert. Und das mit großem Erfolg, wie sich nach der Pause zeigen sollte. Auch Sergej Prokofiews Sonate d-moll op. 94 ist eigentlich für ein anderes Instrument, nämlich für Flöte geschrieben. Sie erklang hier in einem Arrangement für Klarinette und Klavier.

300 Jahre Einsamkeit und doch ein Zwinkern im Knopfloch

Der Geiger und Bratschist Sergey Malov

Der Geiger und Bratschist Sergey Malov begeisterte gleich auf drei Instrumenten

Ein Solo-Abend mit drei verschiedenen Instrumenten – das ist tatsächlich sehr ungewöhnlich, aber auch solche besonderen Erfahrungen sind möglich bei den Mosbacher Klassischen Konzerten. Für ein faszinierendes Konzerterlebnis sorgte am Dienstagabend in der Mälzerei der in St. Petersburg geborene und heute in Berlin lebende Ausnahmemusiker Sergey Malov, der mit einem hinreißenden Vortrag auf drei unterschiedlichen Streichinstrumenten begeisterte. Violine und Viola kennt man, aber das dritte dieser Instrumente ist sogar unter historisch informierten Musikern eher ein Exot. Beim „Violoncello da spalla“ (ital. Schulter) handelt es sich um ein Miniaturcello mit fünf Saiten, das beim Spielen mit einem Schulterband quer vor der Brust gehalten wird. Die Spieltechnik ist ähnlich wie bei der Viola, obwohl das Instrument deutlich größer ist als diese und genauso tief klingt wie ein normales Cello.

Viel Hochkarätiges für zwei Klaviere und ein musikalischer Spaß

Das Klavierduo Adrienne Soós und Ivo Haag

Das Klavierduo Adrienne Soós und Ivo Haag war zu Gast bei den Klassischen Konzerten

Zuweilen wird man als Konzertbesucher mit Stücken konfrontiert, die einem Rätsel aufgeben. Durchaus eine spannende Erfahrung, wie man als Hörer damit umgehen kann: Seinen Verstand benutzen und versuchen, für sich einen Sinn im Gehörten zu entdecken -  innerlich aussteigen und sich heimlich amüsieren – oder aus Respekt vor den Ausführenden resigniert warten, bis es vorbei ist und höflich applaudieren? Die Bandbreite der Reaktionen ist groß, aber eigentlich ist es erfrischend, dass es auch bei den Klassischen Konzerten solche Momente gibt, in denen erfahrene Konzertbesucher in ihren Hörgewohnheiten herausgefordert werden. An diesem Wochenende war im Rahmen der vierteiligen Reihe das ungarisch-schweizerische Klavierduo Soós & Haag in der Mälzerei zu Gast, das zu den renommiertesten und auch experimentierfreudigsten Kammermusik-Ensembles der Schweiz zählt. Die erste Konzerthälfte war den seltenen Werke für zwei Klaviere von W.A. Mozart gewidmet, die andere Hälfte der großen Klaviersonate h-moll von Franz Liszt (1811-1886). Adrienne Soós & Ivo Haag, die nicht nur auf der Bühne, sondern auch privat ein Paar sind, nehmen sich neben dem klassischen Repertoire mit Vorliebe auch immer wieder zeitgenössischer Komponisten an. Das war auch in diesem Programm der Fall, welches zwei moderne Stücken enthielt, von denen eines erst zum zweiten Mal überhaupt im Konzert erklang. Aber davon später mehr.

Prachtvoller Auftakt für die Konzertsaison


Slawische und russische Musik von Dvorak und Tschaikowsky stand auf dem Programm des Radiosinfonieorchesters Bratislava zur Eröffnung der Klassischen Konzerte. Foto: Pia GeimerDas Radiosinfonieorchester Bratislava eröffnete in der Alten Mälzerei die neue Saison der Mosbacher Klassischen Konzerte

Wenn in der Reihe der Klassischen Konzerte ein Sinfoniekonzert ansteht, dann muss der Saal der Alten Mälzerei in ganzer Größe geöffnet sein. Für eine kleine Stadt wie Mosbach, die kein eigenes Orchester hat, sind diese Konzerte echte Events, die beim kulturinteressierten Publikum bestens ankommen. Auch diesmal war der Saal wieder sehr gut gefüllt, Restplätze nur noch auf der Empore zu haben. Zum Auftakt der Konzertsaison 2019/20 war mit dem Radio-Sinfonieorchester Bratislava eines der bedeutendsten Orchester der Slowakei zu Gast. Gastgeber Christof Roos begrüßte die Musiker im Namen der Konzertgemeinde in slowakischer Sprache, bevor er viel Freude bei diesem Konzert wünschte und die Bühne für die Musiker freigab.

Mosbacher Klassische Konzerte

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